Elterngeld bei Teilzeitbeschäftigung

Das Elterngeld Plus hält gerade für Eltern, die mittels einer Teilzeitbeschäftigung früh wieder in den Beruf einsteigen möchten, finanzielle Verbesserungen bereit.

Eltern können zwischen Basiselterngeld und Elterngeld Plus wählen. Nachfolgend noch einmal die Unterschiede zwischen dem Basiselterngeld (normales Elterngeld) und der Elterngeld Plus Regelung für teilzeitbeschäftigte Eltern.

Basiselterngeld

Beim Basiselterngeld handelt es sich um das bisherige Elterngeld mit den bisher möglichen Bezugsmonaten mit voller Elterngeldauszahlung.

Elterngeld Plus

Elterngeld Plus Monate sind hingegen Bezugsmonate, in denen man Elterngeld höchstens in der Höhe eines halben zustehenden Basiselterngeldbetrages bezieht. Aufgrund der neuen gesetzlichen Regelung kann man sich den Betrag, der für einen Lebensmonat des Kindes mit Basiselterngeld gezahlt wird, in zwei Monatsbeträgen mit Elterngeld Plus auszahlen lassen. Dadurch beläuft sich der Bezugszeitraum für Elterngeld auf maximal 24 Monate für ein Elternteil.

Nimmt mal also Elterngeld Plus in Anspruch, so verlängert sich der Bezugszeitraum des Elterngeldes über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus. Selbstverständlich müssen die allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen für Elterngeld dann auch bis zum Ende des Elterngeld Plus Bezuges gegeben sein. Das ist ein Unterschied zu der bisherigen Regelung, die ebenfalls eine verlängerte Zahlung des Elterngeldes aufgrund einer Halbierung der monatlichen Beträge erlaubte. Die alter Regelung verlängerte nur den Auszahlungszeitraum. Der Elterngeldanspruch an sich (der Grundanspruch, der Elterngeldbezug an sich) war mit dem vollendeten 14. Lebensmonat des Kindes nicht mehr gegeben. Eltern haben die Wahlmöglichkeit, das Basiselterngeld und Elterngeld Plus miteinander zu kombinieren möchten oder sich lediglich für eine Variante zu entscheiden.

Das Elterngeld Plus gibt es in zwei Formen: Elterngeld Plus mit Zuverdienst und Elterngeld Plus ohne Zuverdienst.

Ohne Zuverdienst

Elterngeld Plus Zeiten ohne Zuverdienst sind lediglich halbierte Basiselterngeld Monate mit einer verlängerten Bezugsdauer.

Mit Zuverdienst

Elterngeld Plus mit Zuverdienst heißt, das neben dem Verdienst zusätzliches Elterngeld bezogen wird. Es erhöht sich die Anzahl der Bezugsmonate. Die Anrechnung des Zuverdienstes und die entsprechende Auszahlung des Teil-Elterngeldes werden auf mehr Bezugsmonaten verteilt als bei Inanspruchnahme des Basiselterngeldes. Die Höhe des in einem Elterngeld Plus Monat ausgezahlten Elterngeldbetrags darf dabei die Hälfte eines Basiselterngeld-Betrags (ohne anzurechnenden Zuverdienst) nicht übersteigen. Bei zu hohem Zuverdienst erfolgt eine Anrechnung bzw. Kappung des Elterngeldes nach dem etablierten Differenz-Prinzip.

Während man Elterngeld bezieht, darf man wöchentlich bis zu 30 Stunden arbeiten. Die dabei erzielten Einkünfte werden bei der Bemessung des Elterngeldes berücksichtigt (aber längerer Bezugszeitraum durch das Elterngeld Plus).

Wie wirkt sich das Einkommen aus einer Teilzeitarbeit während des Elterngeldbezuges aus?

Einkommen aus einer abhängigen Teilzeittätigkeit (Arbeitnehmertätigkeit) während des Elterngeldbezuges wird ebenso angerechnet, wie mögliche Einkünfte aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft. Angerechnet werden auch so genannte Entgeltersatzleistungen, wie etwa Arbeitslosengeld oder, Krankengeld).

Angerechnet wird wie folgt: Es wird die Differenz des durchschnittlichen Einkommens vor der Geburt und nach der Geburt berechnet. Aus dieser Differenz wird das Elterngeld mit 67 Prozent berechnet.

Beispielrechnung
-- Durchschnittliches Einkommen vor der Geburt: 2.200 €
-- abzüglich voraussichtliches durchschnittliches Einkommen nach der Geburt 1.200 €
-- Differenz: 1000 Euro
-- davon 67 % = zustehendes Elterngeld 670 Euro